Sehr lange her haben der Meria Wildbach und der Abduano Gletscher Jahr für Jahr ein wahres Kunstwerk gestaltet: der Bach hat Steine und Kies heruntergeschleppt, während der Gletscher Moränenschichten bildete, die die aktuellen Hügel erzeugten.
Als Ergebnis entstand ein natürlicher Sockel, worauf heute Mandello liegt.

Zwischen 200 Mtr und 2.409 Mtr über dem Meeresspiegel gelegen, ist Mandello eine malerische Kleinstadt in der Provinz Lecco, in der nördlichen Lombardei, mit ca. 11.000 Einwohnern.

Dank der herrlichen und abwechslungsreichen Landschaft, die von der Kombinierung von See und Bergen entsteht, ist Mandello ein ausgestattetes Sportgebiet, für die Preisverleihung ihrer olympischen Ruder nunmehr weltbekannt.
Wer die große Höhen liebt, der kann in ca. 3 Stunden das Pian dei Resinelli erreichen oder den anspruchsvollen Aufstieg auf die Grigne antreten.

Die Geschichte

Die Kleinstadt wurde von den Römern gegründet und deren historische Ereignisse der folgenden Jahrhunderte waren beunruhigt: im Mittelalter nahm sie das Aussehen einer Festung, zwischen Como und Mailand immer bestritten.

Bald begann das Dorf, Olivenbäume und Weinreben für den internen Gebrauch zu bebauen, während der Stadtteil Maggiana sich auf die Anbau der weißen Maulbeerbäume und die Zucht der Seidenraupen widmete.

Die Seide wurde in der örtlichen Textilfabrik produziert, heute zu einem Privathaus geworden.
Sie können den Zauber der Kunst der Seidenherstellungs allerdings immer noch erleben, wenn Sie das Seidenmuseum Monti in Abbadia Lariana (5 km vom Hotel entfernt) besuchen.

Während des 20. Jahrhunderts ist solch ein Betrieb mit dem Aufkommen der synthetischen Fasern nach und nach verschwunden, und heute ist Mandello del Lario vor allem ein aktives Industrie- und Handwerkszentrum, obwohl sie ihren historischen Charakter sowie echte Juwels der Natur und der Kunst bewahrt, die den Tourismus im Sommer und Winter anziehen.

Die Architektur

In Bezug auf Kunst und Architektur ist der niedrige Teil des Dorfes des Sees entlang am meisten faszinierend, mit einem malerischen Labyrinth von engen Gassen, Steinhäusern und einem kleinen Hafen.

Entlang den Ufern trifft man eindrucksvolle Naturbuchten mit kleinen Kiesstränden, um im klaren Wasser des Sees zu schwimmen und sich in der Sonne zu entspannen. Besonders beliebt ist der ausgestattete, öffentliche Strand nach der Mündung des Flusses Meria.

Die Stadtmitte ist voll interessanter Gebäude, reich an Geschichte und Tradition. Darunter vor allem die Kirche von San Lorenzo, in der frühchristlichen Zeit gegründet und in der 9. Jahrhundert sowie im romanischen Zeitalter restauriert, auf deren Seite sich ein hoher Glockenturm erhebt , im Laufe von verschiedenen Jahrhunderten errichtet. Das Innenere ist durch die Werke des 17. Jahrhunderts bereichert, die Giacomo Antonio Santagostino und seiner Schule zugeschrieben werden.

Mindestens zwei anderen Kirchen sind einen Besuch wert. Die erste ist die Kirche von San Giorgio, im gleichnamigen Stadtteil gelegen, die aus dem Jahr Tausend stammt und im 14. Jahrhundert umgebaut wurde. Der einzig übriggebliebene, originelle Stück ist ein kostbares Weihwasser mit einem geometrischen Blumenmotiv. Im Inneren wird man vor Gemälden wie die im Presbyterium bewahrte Kreuzigung aus dem 15. Jahrhundert erstaunt. Das zweite Gebäude ist die Wallfahrtskirche der Madonna del Fiume (Madonna des Flusses) im Barockstil, mit feinen Fresken von Giacomo Antonio Santagostino.

Eine natürliche Schönheit wird durch die Höhle Ferrera in der Ortschaft "Acqua Bianca" (= weißes Wasser) dargestellt: eine riesige Höhle, die einen kleinen Bach und einen Wasserfall beherbergt. Der Eingang befindet sich am Rande eines alten Wanderweg, aber der Boden ist rutschig und voll Gletscherspalten. Jenseits Mandello liegt Maggiana, eine eindrucksvolle Gemeinde aus mittelalterlicher Märchenatmosphäre. Mitte im Dorf herrscht der "Torre del Barbarossa" (Barbarossa Turm), der im 12. Jahrhundert Kaiser Friedrich I zu Gast hatte. Das Gebäude ist heute ein interessantes Museum den landwirtschaftlichen Arbeiten gewidmet. Es ist möglich, es nach Vereinbarung und während gewißer Festtage im Juni zu besuchen.

Veranstaltungen

Im Laufe des Jahres werden in Mandello viele Veranstaltungen organisiert. 
Im Mai beginnt eine reiche Konzertsaison im Dorf Maggiana, während Juli ganz voll Initiativen ist wie z.B. das "Palio" der Stadtteile, der Flohmarkt, das Fest der Alpenjäger und die traditionelle Schwimmüberquerung des Sees. Am 10.August erfolgt dagegen der Festtag von San Lorenzo, dem Patron der Stadt.

Moto Guzzi Museum

Nicht zu verpassen ist ein Besuch dem Moto Guzzi-Museum, innerhalb der historischen Fabrik gelegen, die im Jahr 1921 Geburt dem Adler-Mythos gab.

Im Museum sind einmalige Stücke ausgestellt wie das erste Motorrad von Carlo Guzzi (Baujahr 1919): das einzige GP (Guzzi-Parodi) signierte Stück, zusammen mit weltberühmten Motorrädern wie dem außerordentlichen Achtzylinder 500 vom Jahr 1957, aus dem Genie von Giulio Cesare Carcano geboren.

Um Führungen zu verschieden Zeiten und/oder Tagen als die Eröffnung zu organisieren, kann man das Sekretariat des Museums / Tel. +39 0341709111 kontaktieren.

Klima

Das Klima ist grundsätzlich angenehm, durch kalte aber nicht zu strenge Winter gekennzeichnet und durch die Wirkung des Sees gemildert. Die Sommer sind heiß, aber luftig. Im Januar, dem kältesten Monat des Jahres, geht die durchschnittliche Temperatur vom minimum -2 ° bis maximum 6 °. Im Juli steigt sie von 17 ° bis 28 °.

Seit dem Frühsommer bis zum Spätherbst gibt es eine lange Regenzeit, mit einem Durchschnitt von über 110 mm Regen pro Monat.