Dieses berühmte Touristenzentrum liegt auf einem Felsvorsprung an der Mündung des Wildbachs Esino am Fuß des rauhen Bergs San Defendente, 1315 Mtr. Aus den Steinbrüchen dieses Berges extrahierte man in der Vergangenheit einen wertvollen, weiss und schwarzen Marmor, wofür ein guter Teil der Bevölkerung eingesetzt war.

Das Dorf genießt eine beneidenswerte Landschaft und der Blick fliegt vom grünen Landzunge bis zu den fernen Dörfern von Menaggio und Cadenabbia.

Es ist ein malerisches Dorf mit einer fast ununterbrochenen Folge von niedrigen und gleichmäßigen, aneinander gelehnten Häusern, durch lange und enge Gassen verbunden, die steil bis zum See hinuntergehen.

Wenn man in Varenna nachts ankommt, kann man durch den "Spaziergang der Liebe" nur fasziniert werden, der sich senkrecht am See entwickelt.

"San Giorgio" Kirche

Die Pfarrkirche aus dem Jahr 1313 wurde auf dem aktuellen Hauptplatz des Dorfs erbaut.
Die letzte Renovierung erfolgte in den fünfziger Jahren aber war nicht die einzige, das religiöse Gebäude erlitt nämlich einige Veränderungen im Laufe der 17. und 18. Jahrhunderte.

Die Hauptfassade, die neben einem hohen Glockenturm aus dem 1653 steht, entwickelt sich auf 3 Schiffe aus dem 18. Jahrhundert und weist im mittleren Schiff ein verblasstes Fresko aus dem 14. Jahrhundert mit St. Christopher, dem Schutzpatron der Reisenden.

Das Innere entwickelt sich ebenfalls auf 3 Schiffe und bewahrt zahlreiche Kunstwerke wie einen Altar mit Jungfrau, die heiligen Georg und Peter Martyr von GB Brentani (1468), einen geschnitzten, barocken Beichtstuhl von Giovanni Albiolo aus Bellagio (17.-18. Jahrhundert), einen Kreuz aus dem 16. Jahrhundert, ein Altarbild aus dem 1494 mit 4 Heiligen und Marias Himmelfahrt, den Marmoraltar der Kapelle des Rosenkranzes und eine Kreuzabnahme Jesus aus Stein.

Oratorium von St. Johannes der Täufer und Oratorium der Madonnna delle Grazie

Beide Gebäude liegen auf dem gleichen Platz wie die Pfarrkirche.
Das Oratorium von San Giovanni Battista, aus römischen Ursprung, wurde im Jahr 1151 erweitert und geweiht Bei der Renovierung zwischen 1964-1967 wurden im Kirchenschiff einige Fresken gefunden, die zum 14. Jahrhundert vermutlich zurückliegen. Es bewahrt ein Grab aus romanischer Ursprung und interessante Fresken in der Apsis, die zum frühen 16. Jahrhundert zurückgehen sollten.

Das Oratorium der Madonna delle Grazie ist ein kleines Gebäude aus dem 17. Jahrhundert. Sein Innere im Barockstil bewahrt einen prächtige Holzaltar mit Goldprägung sowie vielfarbige Holzstatuen und Gemälde aus dem 17. Jahrhundert.

Villa Cipressi

Die Villa, von antiker Ursprung, liegt am südlichen Ufer der Landzunge. Sie war Eigentum der Familie Serponti und im 19. Jahrhundert der Familie Isimbardi. Sie wurde mehrmals restauriert bis sie in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts mit der Wiederaufbau von Enrico Andreossi ihr aktuelles klassizistische Aussehen erreichte.

Der Name worunter sie heute allgemein bekannt ist, läßt sich durch die jahrhundertealten Zypressen erklären, die den zum See schräg hinunter abfallenden Terrassengarten charakterisieren. Die Villa, heute zum Hotel geworden, ist ein Mitglied von verschiedenen Regierungsbehörden, einschließlich der Gemeinde Varenna.

Villa Monastero

Die Villa ist ein interessantes Beispiel von Residenzen im eklektischen Stil am Comer See. Die im späten 19.und frühen 20. Jahrhundert erfolgten Werke haben funktionelle und dekorative Elemente hinzugefügt, ohne allerdings das ursprüngliche Aussehen des Gebäudes zu zerstören und dadurch wurde eine Villa mit Garten von stark auffallender Wirkung und symbolischen Wert erhalten.

Villa Monastero ist durch eine ständige Umstrukturierung des weiblichen Zisterzienserklosters von Santa Maria entstanden, dessen erste Erwähnung in Urkunden auf das Jahr 1208 zurückgeht.