Villa Melzi

Die Villa wurde zwischen den Jahren 1808–1810 vom Architekten Giocondo Albertolli im Auftrag von Francesco Melzi d’Eril, einem mit Napoleon eng befreundeten Kanzler des Italienischen Königreichs erbaut.
Die Villa, eine der bekanntesten am See, wurde nach dem neuklassizistischen Stil der ersten Jahrzehnten des 18. Jahrhunderts verwirklicht und ursprünglich als Sommerresidenz benutzt. Sie liegt inmitten einem beeindruckenden Garten im Englischen Stil, der sich bis zum See erstreckt, um den gewünschten Effekt zu erreichen war eine bedeutende Bodenentfernung erforderlich.
Es fehlt hier nichts davon, was man erwarten kann: eine Laube, eine Kapelle (von Vittorio Nesti, wo sich die Grabstätten von Francesco Melzi d’Eril befinden), zwei ägyptische Statuen vom 14. Und 13. Jahrhundert a.D., einen Teich mit Seerosen, eine Wanne mit der Statue Amor und eine zweite Kapelle mit einem Renaissanceportal von Bramante.
Das Innere, überwiegend neoklassisch, sind wertvolle Kunstwerke zu besichtigen wie Stuckwände von Albertolli, Gemälde von Appiani, Skulpturen von Canova und Fresken von Giuseppe Bossi, der aufregendste unter den neoklassischen Malern der Lombardei.
Zahlreich sind die Berühmtheiten, die sich in der Villa aufhielten. Zu den Gästen gehören Eugène de Beauharnais, Kaiser Franz I, Stendhal und Liszt, berühmte Persönlichkeiten aus der Welt der Kultur und der Politik. Die aktuellen Besitzer sind die Familie Gallerati Scotti, und Herzog Tommaso, Diplomat und Literat.

Villa Serbelloni

Die Villa liegt auf der Landzunge Bellagio, wo Plinius der Jüngere - der Überlieferung nach - eine Villa mit dem Namen “Tragedia” besaß; im gleichen Ort wurde im Mittelalter eine Burg gebaut, von Galeazzo Visconti im 14. Jahrhundert dann abgerissen.
Das ursprüngliche Gebäude stammt aus dem späten 15. Jahrhundert, als die heimische Wirtschaft sich auf Fischfang und Anbau von Weinreben und Oliven stützte.
Auf Antrag des Marquis Stanga erbaut, wurde sie im folgenden Jahrhundert von der Familie Sfondrati erweitert und umgebaut.
Die Villa blieb ihr Eigentum bis 1788 und wurde dann von der zur Zeit sehr reich und mächtig Familie Serbelloni geerbt.
Sie verschönerten die gewölbten Halle mit kostbaren Dekorationen und Kunstobjekten aus dem 17. Und 18. Jahrhundert und gestalteten den riesigen Park, einen der schönsten Italiens, mit seltenen Bäumen, Rhododendren, Redwood, Buchen u.s.w. Während der Jahre des Risorgimento wurde die Villa verlassen und im späten 19. Jahrhundert in ein Hotel umgewandelt.
Im 1959 wurde sie der Newyorker kulturellen Rockefeller Stiftung vermacht, die dort Konferenzen und Sitzungen organisiert.
Der Park, als einer der schönsten Parks Italiens berücksichtigt, ist reich an uralten Bäumen, exotischen und seltenen Pflanzen, die vor allem im Herbst ein einzigartiges Schauspiel von Farben schenken.
Man trifft Höhlen, Skulpturen, Reste von mittelalterlichen Mauern und auf der Spitze des Hügels die Ruinen einer romanischen Kirche dem St. Peter Apostel gewidmet.